Lubinets kritisiert TZK: Fehlende Bodycams gefährden Rechte bei der Mobilisierung.
Mangel an Bodycams in Einberufungszentren
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets hat bei einer Sitzung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses schwere Verstöße in den Territorialen Rekrutierungszentren (TZK) angeprangert. Ein zentraler Kritikpunkt ist das Fehlen funktionierender Bodycams während der Mobilisierungsmaßnahmen, was in der Bevölkerung für erhebliche Besorgnis sorgt. Diese Praxis untergräbt die Transparenz und öffnet möglichen Übergriffen Tür und Tor.
„Ich kann die verehrten Abgeordneten heute offiziell informieren, dass definitiv nicht alle Meldegruppen über diese Bodycams verfügen“, so Lubinets.
Der Ombudsmann führte aus, dass die Kameras entweder gar nicht vorhanden seien oder aufgrund unzureichender Finanzierung nicht funktionierten. Parallel dazu nehme die Zahl der Bürgerbeschwerden über Fehlverhalten von TZK-Mitarbeitern zu. Bodycams seien in diesem Bereich keineswegs flächendeckend im Einsatz.
In seiner Rede forderte Lubinets die Abgeordneten dringend auf, von den zuständigen Stellen die verpflichtende Nutzung eingeschalteter Bodycams einzufordern. Eine solche Maßnahme soll die Kontrolle erhöhen und Missbrauch vorbeugen.
Bodycams als Schlüssel für Vertrauen und Kontrolle
Die fehlende Videoüberwachung in den Rekrutierungszentren deutet auf systemische Defizite beim Schutz der Bürgerrechte während der Mobilmachung hin. Die Forderung nach ihrer Einführung ist ein entscheidender Schritt, um mehr Rechenschaftspflicht und Transparenz in die Arbeit der TZK zu bringen. In der aktuellen Sicherheitslage hängt die öffentliche Akzeptanz der Mobilisierungsbehörden maßgeblich von solchen vertrauensbildenden Maßnahmen ab.
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