Freiwilligendienst statt Zwang: So läuft die Meldung von Ärztinnen und Apothekerinnen 2026.
Registrierungspflicht für medizinische Fachkräfte
Nach Angaben von TSN.ua: Ab dem Jahr 2026 müssen in der Ukraine Frauen mit medizinischer oder pharmazeutischer Ausbildung zwar in den Wehrdienstregistern erfasst werden. Eine Einberufung erfolgt jedoch ausschließlich auf freiwilliger Basis. Rechtsanwalt Andrij Karpenko erläutert, dass eine Verpflichtung von Ärztinnen oder Apothekerinnen nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung und nach bestandener militärärztlicher Untersuchung (VLC) möglich ist.
Eine zwangsweise Mobilmachung dieser Berufsgruppe ist für 2026 nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass Frauen gegen ihren Willen nicht zum Dienst herangezogen werden können.
„Es gibt keinen Grund zur Sorge. Die Mobilisierung von Frauen mit medizinischen Berufen ist nur mit deren freiwilliger Einwilligung möglich“ – Andrij Karpenko.
Allgemeine Mobilmachung und gesetzliche Neuregelungen
Die allgemeine Mobilmachung in der Ukraine dauert seit der Verhängung des Kriegsrechts an. Präsident Wolodymyr Selenskyj verlängerte diesen Status am 26. Januar 2026 um weitere 90 Tage, bis zum 4. Mai. Den neuen Gesetzen zufolge unterliegen Frauen mit medizinischen Berufen zwar der Meldepflicht, doch ob sie tatsächlich Dienst leisten, hängt allein von ihrer persönlichen Entscheidung ab.
„Frauen mit medizinischer oder pharmazeutischer Ausbildung können nur mit eigenem Einverständnis und nach Durchlaufen der VLC zum Dienst einberufen werden“ – Andrij Karpenko.
Damit können sich Medizinerinnen auf ihre berufliche Zukunft konzentrieren, da eine Teilnahme an Kampfhandlungen für sie nicht verpflichtend ist.
Die gesetzlichen Änderungen bieten diesen Fachkräften somit klare Garantien bezüglich einer möglichen Einberufung. Dies dürfte sich stabilisierend auf ihre Berufs- und Lebensplanung auswirken. Hinter dieser Regelung steht vermutlich das Ziel, das wertvolle Personal im Gesundheitswesen zu erhalten – ein besonders wichtiger Aspekt in Kriegszeiten, in denen die medizinische Versorgung der Bevölkerung Priorität hat. Dieser Ansatz könnte auch für andere Staaten von Interesse sein, die vor ähnlichen Herausforderungen bei der Mobilisierung und dem Schutz ziviler Fachkräfte stehen.
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