Neue bezahlte Elternzeit: Diese Änderungen plant die Ukraine im Arbeitsrecht.

Neue bezahlte Elternzeit: Diese Änderungen plant die Ukraine im Arbeitsrecht
Neue bezahlte Elternzeit: Diese Änderungen plant die Ukraine im Arbeitsrecht

Debatte über Reform des ukrainischen Arbeitsgesetzbuches

Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine wird derzeit eine Reform des Arbeitsgesetzbuches diskutiert. Ein zentraler Punkt ist die Einführung einer neuen, bezahlten Freistellung für die Kinderbetreuung von vier Monaten. Diese Neuregelung ersetzt jedoch nicht den bestehenden Anspruch auf unbezahlten Erziehungsurlaub von bis zu drei Jahren. Nach dem Gesetzentwurf erhält jeder Elternteil ein individuelles Recht auf zwei Monate bezahlte Freistellung. Alleinerziehenden Müttern oder Vätern steht die gesamte vier Monate dauernde, bezahlte Freistellung allein zu. Diese geplante Regelung stärkt die Wahlfreiheit von Familien in einer herausfordernden Zeit.

Mehr Schutz für Arbeitnehmer und weitere Neuerungen

Der Entwurf sieht zudem weitere Schutzmaßnahmen für Beschäftigte vor. So soll es künftig verboten sein, Arbeitnehmer mit Kindern unter eineinhalb Jahren auf Initiative des Arbeitgebers zu entlassen. Außerdem wird die Mindestdauer des bezahlten Jahresurlaubs von bisher 24 auf 28 Tage erhöht. Die zulässige Höchstgrenze für Überstunden wird von 120 auf 180 Stunden pro Jahr angehoben.

Das Dokument wird derzeit für eine erste Abstimmung in der Werchowna Rada vorbereitet. Oleksiy Honcharenko kommentierte die Debatte wie folgt:

'Die verbreitete Information, dass der Erziehungsurlaub auf nur vier Monate begrenzt werden soll, ist ein Fake. Der unbezahlte Erziehungsurlaub von bis zu drei Jahren bleibt bestehen.' Oleksiy Honcharenko

Die geplanten Änderungen könnten die Arbeitsbedingungen für Eltern in der Ukraine erheblich verbessern und mehr Flexibilität bei der Kinderbetreuung bieten. Die Einführung einer bezahlten Elternzeit und der verstärkte Kündigungsschutz zeigen das Bestreben des Staates, Familien zu unterstützen. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist eine klare Kommunikation der neuen Rechte und Pflichten entscheidend. Die parlamentarischen Beratungen dauern an, sodass der finale Gesetzestext vor der Abstimmung noch Änderungen unterliegen kann.


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