Ungarn gibt beschlagnahmte Geldtransporter zurück – Bargeld und Gold verbleiben in Gewahrsam.
Rückgabe der beschlagnahmten Fahrzeuge
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Staatsbank Oschadbank hat ihre in Ungarn festgehaltenen Geldtransporter zurückerhalten. Die Fahrzeuge wiesen bei der Übergabe jedoch Beschädigungen auf. Die eigentliche Fracht – Bargeld und Wertmetalle im Gesamtwert von 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro sowie 9 Kilogramm Gold – bleibt weiterhin von den ungarischen Behörden beschlagnahmt.
Die Rückgabe der Transporter erfolgte am 12. März. Ursprünglich waren die sieben ukrainischen Geldboten bereits am 5. Februar in Budapest festgenommen worden, nachdem Verdacht auf unerlaubten Geldtransport aufgekommen war. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó bestätigte diese Ermittlungen als Grund für die Maßnahme. Die Mitarbeiter selbst wurden am 6. März freigelassen, doch ihre wertvolle Ladung wird weiterhin einbehalten. Dieses Vorgehen belastet die ohnehin angespannten bilateralen Beziehungen zusätzlich.
Rechtsstreit um die wertvolle Fracht
Die Oschadbank betont die Legalität des Transports und fordert die umgehende Freigabe der Vermögenswerte.
„Gelder und Wertgegenstände im Umfang von 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Bankgold werden nach wie vor rechtswidrig in Ungarn zurückgehalten,“heißt es in einer Stellungnahme der Bank. Auch Andrij Sybyha, ein Vertreter der Bank, appellierte an Ungarn, das Bargeld und die Edelmetalle, die sich weiterhin unter Kontrolle der ungarischen Seite befinden, zurückzugeben.
Der Fall unterstreicht die komplexen rechtlichen und diplomatischen Herausforderungen im internationalen Werttransport. Trotz der Rückgabe der Fahrzeuge führen die Beschädigungen und vor allem die weiterhin einbehaltenen hohen Geldbeträge zu erheblichem diplomatischem Konfliktpotenzial. Die Oschadbank als zentraler Akteur im ukrainischen Finanzsystem wird alle rechtlichen Schritte einleiten, um ihre Mittel zurückzuerhalten – ein Prozess, der die bilateralen Beziehungen noch weiter belasten könnte.
Lesen Sie auch
- Energiesicherheit in Gefahr: Budapest wirft Kiew Angriffe auf die „Türkische Pipeline“ vor
- Sibiga verurteilt Szijjártós Berichterstattung an den Kreml als „widerlich“
- Leaked Calls Reveal Hungarian Minister Shared EU Sanctions Data with Russia’s Lavrov
- Budapest fordert Ende der EU-Sanktionen gegen russische Oligarchen: Szijjártó sucht direkten Draht zu Lawrow
- EU-Geheimnisse nach Moskau durchgestochen: Budapest erzwingt möglicherweise neue Abstimmungsregeln
- Brüssel fordert Aufklärung: Ungarns Außenminister soll EU-Geheimgespräche an Lawrow weitergegeben haben

