Energieinfrastruktur in Kiew schwer getroffen: Hälfte der Stadt ohne Heizung.
Folgen des Angriffs am 20. Januar
Nach Angaben von TSN.ua: Ein erneuter russischer Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt in der Nacht zum 20. Januar hat die Energie- und Wärmeversorgung Kiews schwer beschädigt. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind etwa 50 Prozent des gesamten Wohnungsbestands derzeit ohne Heizung. Betroffen sind rund 5.635 Mehrfamilienhäuser. Besonders dramatisch: Dies entspricht 80 Prozent der Gebäude, die erst nach den vorherigen Angriffen am 9. Januar wieder an das Fernwärmenetz angeschlossen worden waren. Zudem sind 173.000 Haushalte ohne Strom. Die prekärste Lage herrscht in den Stadtteilen Desnjan und Petschersk.
Kritische Lage in den Stadtbezirken
Im Bezirk Desnjan sind nahezu 100 Prozent der Wohnhäuser von Strom- und Wärmeausfällen betroffen. Auch die Wasserversorgung ist in den Bezirken Desnjan, Darnyzja und Dnipro fast vollständig zusammengebrochen. Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte, dass die russischen Streitkräfte in der vergangenen Nacht gezielt die Energieinfrastruktur der Hauptstadt angegriffen haben. Sergej Kowalenko, Leiter des lokalen Energieversorgers, bezifferte den Anteil der derzeit nicht beheizten Wohnungen auf etwa die Hälfte des städtischen Bestands.
Die Angriffe haben das Leben in der Metropole massiv beeinträchtigt. Techniker arbeiten unter Hochdruck an der Wiederherstellung der Strom- und Wärmenetze.
Die erneuten Treffer unterstreichen die extreme Verwundbarkeit der städtischen Versorgungssysteme, die durch vorangegangene Attacken bereits stark geschwächt waren. Die Ausfälle bei Heizung und Trinkwasser stellen für die Bevölkerung, insbesondere in der kalten Jahreszeit, eine akute Gefahr dar. Die Stadt konzentriert alle Kräfte auf die Reparatur der kritischen Infrastruktur, doch die enormen Schäden lassen einen längeren Wiederherstellungsprozess erwarten.
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