Abramowitsch wehrt sich: Britische Regierung will 2,5 Milliarden Pfund aus Chelsea-Verkauf einziehen.
Der Fall des Oligarchen
Nach Angaben von TSN.ua: Der russische Unternehmer Roman Abramowitsch geht juristisch gegen die britische Regierung vor. Diese versucht, 2,5 Milliarden Pfund Sterling (rund 3,34 Milliarden US-Dollar) aus dem Verkauf des Fußballclubs FC Chelsea zu beschlagnahmen. Das Geld ist seit dem Verkauf auf einem britischen Bankkonto eingefroren, da Uneinigkeit über seine Verwendung herrscht. Hintergrund sind die Sanktionen, die Großbritannien gegen Abramowitsch verhängte, nachdem Russland 2022 in die Ukraine einmarschiert war. Solche Maßnahmen gegen russische Oligarchen sind ein zentraler Pfeiler der westlichen Sanktionspolitik.
Druck aus London
Zwar signalisierte die Londoner Regierung 2025 eine mögliche Freigabe der Mittel unter bestimmten Bedingungen, doch eine Einigung wurde nicht erzielt. Der britische Premierminister Keir Starmer setzte im Dezember ein klares Ultimatum:
„Für Roman Abramowitsch ist die Zeit gekommen, die richtigen Schritte zu tun. Wenn er das nicht tut, werden wir handeln.“Diese Aussage unterstreicht den wachsenden Druck auf den Oligarchen, eine für die Regierung akzeptable Lösung zu finden.
Der Streit um die Milliarden aus dem Chelsea-Verkauf zeigt exemplarisch, wie internationale Sanktionen das Verhältnis zwischen Staaten und sanktionierten Wirtschaftslenkern verkomplizieren. Es geht nicht nur um rechtliche Fragen, sondern auch um politische Signalwirkung. Die Entscheidung wird nicht nur finanzielle, sondern auch reputationsbezogene Folgen für Abramowitsch haben und ist ein Testfall für die Entschlossenheit der britischen Sanktionspolitik gegenüber Russland.
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