Selenskyj lehnt russischen Vorschlag ab: Entführte Kinder gegen Kriegsgefangene tauschen.
Moskau bot Austausch ukrainischer Kinder gegen gefangene Soldaten an
Nach Angaben von Novyny.live: Die russische Führung hat vorgeschlagen, widerrechtlich verschleppte ukrainische Kinder gegen Kriegsgefangene auszutauschen. Präsident Wolodymyr Selenskyj wies dieses Ansinnen entschieden zurück und bezeichnete es als völkerrechtswidrig und inakzeptabel. Nach Erkenntnissen Kiews wurden mindestens 20.000 Kinder aus der Ukraine nach Russland gebracht. Bislang konnten die Behörden etwa 20.000 Minderjährige identifizieren, von denen jedoch nur rund 2.200 zurückgekehrt sind.
Selenskyj stellte klar, dass Zivilisten nicht zur Verhandlungsmasse gemacht werden dürften – sie müssten schlicht freigelassen werden. Der Vorstoß Moskaus belege zudem, dass es sich bei den Verschleppungen um Entführungen handele. Der Fall sorgt nicht nur in der Ukraine für Empörung, sondern auch international. Die Initiative Bring Kids Back UA, ein Zusammenschluss von rund 50 Staaten, setzt sich intensiv für die Rückkehr der Kinder ein.
Weltweite Reaktionen auf die Kindesentführungen
Im Mai 2026 verhängten Großbritannien, Kanada und die Europäische Union neue Sanktionen gegen russische Personen und Organisationen, die an der Verschleppung ukrainischer Kinder beteiligt sind. Diese Maßnahmen zeigen, wie ernst die internationale Gemeinschaft das Problem nimmt und dass sie bereit ist, die Ukraine bei der Rückführung ihrer Bürger zu unterstützen – besonders der Kinder, die durch die russische Aggression in eine prekäre Lage geraten sind.
Der Fall verdeutlicht nicht nur die humanitäre Katastrophe infolge des russischen Angriffskriegs, sondern auch die Dringlichkeit eines entschlossenen internationalen Vorgehens gegen derartige Verbrechen. Die klare Haltung Kiews und die Solidarität vieler Staaten könnten entscheidend dazu beitragen, die entführten Kinder zurückzuholen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Es ist von großer Bedeutung, dass alle Länder weiterhin gemeinsam daran arbeiten, diese Krise zu bewältigen und die Menschenrechte zu schützen – insbesondere die der verletzlichsten Gruppen wie Kinder.
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