Das Ende des wichtigsten Atomabkommens? Rettungsversuche für den New-START-Vertrag.

Das Ende des wichtigsten Atomabkommens? Rettungsversuche für den New-START-Vertrag
Das Ende des wichtigsten Atomabkommens? Rettungsversuche für den New-START-Vertrag

Das Ende des wichtigsten Atomabkommens? Rettungsversuche für den New-START-Vertrag

Nach Angaben von UATV: Seit einem halben Jahrhundert bilden Abkommen zur nuklearen Rüstungskontrolle das Rückgrat der globalen Sicherheit. Nun steht der zentrale New-START-Vertrag zwischen den USA und Russland vor dem Aus. Die Expertin Polina Sinowez äußert sich zu den Möglichkeiten einer Verlängerung des Vertrags, der die strategischen Offensivwaffen begrenzt. Moskau habe ein einjähriges Provisorium ins Spiel gebracht. Ein entscheidendes Problem sei jedoch, dass Russland seit 2023 die vertraglich vereinbarten Verifikationsmaßnahmen ausgesetzt habe. Damit fehlt die gegenseitige Überprüfung, was die Stabilität des gesamten Abkommens untergräbt.

Kann der Vertrag noch gerettet werden?

Laut Sinowez sind erste Gespräche über eine mögliche Verlängerung erst für das Jahr 2025 geplant. Der Vertrag legt eine Obergrenze von 1550 einsatzbereiten nuklearen Gefechtsköpfen für jede Seite fest. Die Expertin betont:

„Das Problem des neuen START-Vertrags besteht darin, dass es seit 2022–2023 de facto kein Verifikationsregime mehr gibt.“
Ohne diese gegenseitige Kontrolle wächst der Raum für Misstrauen und potenzielle Provokationen.

Sinowez vermutet eine taktische Motivation hinter dem russischen Vorschlag:

„Wahrscheinlich besteht die Kalkulation darin, dieses Jahr zu nutzen, um eigene Interessen durchzusetzen und eine Grundlage für einen neuen, umfassenderen Rüstungskontrollvertrag zu schaffen.“
Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Spannungen bleibt die Zukunft des Abkommens völlig ungewiss. Die Dringlichkeit einer Lösung wächst jedoch täglich.

Die Krise um New-START verdeutlicht, wie fragil das Gefüge der nuklearen Abschreckung geworden ist. Das Fehlen von Verifikation und die drohende Vertragslücke könnten ein neues, unkontrolliertes Wettrüsten einleiten – eine gefährliche Entwicklung in Zeiten multipler geopolitischer Konflikte. Die Fortführung von Verhandlungen muss daher oberste Priorität haben, um eine weitere Destabilisierung der internationalen Sicherheitsarchitektur zu verhindern.


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