Militärbeamte nach brutaler Attacke auf Zivilisten in der Ukraine zu Geldstrafen verurteilt.
Gewalttätiger Vorfall in der Region Chmelnyzkyj
Nach Angaben von Novyny.live: In der Westukraine sind zwei Mitarbeiter eines Wehrkreisersatzkommandos (TZK) zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie einen Mann zusammengeschlagen hatten. Der Vorfall ereignete sich am 9. Mai 2026 in der Siedlung Winkiwzi. Die drei Beamten waren damals im Rahmen einer Vorladungsaktion auf der Straße „Soborna Ukrajiny“ unterwegs, als es vor dem Geschäft „Awrora“ zur Eskalation kam.
Das Opfer klagte nach der Attacke über starke Kopfschmerzen, eine Nasenprellung, Brennen in den Augen sowie eine Sehverschlechterung. Diese Verletzungen zeigen, wie massiv die Beamten ihre Befugnisse überschritten hatten. Der Betroffene suchte noch am selben Tag ein Krankenhaus auf.
Urteil des Bezirksgerichts
Das Bezirksgericht Winkiwzi befand einen Obersoldaten und einen Hauptfeldwebel des TZK der Straftat nach Artikel 172-14, Teil 2 des ukrainischen Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten für schuldig. Jeder der beiden muss nun 17.000 Hrywnja Strafe zahlen, zusätzlich kommen Gerichtskosten in Höhe von 665 Hrywnja pro Person hinzu.
Mit diesem Urteil stellt das Gericht klar, dass selbst Beamte in Uniform nicht über dem Gesetz stehen. Gerade bei der Ausübung dienstlicher Pflichten müssen die Rechte der Bürger gewahrt bleiben. Der Fall zeigt, dass rechtswidrige Gewaltanwendung durch Militärpersonal Konsequenzen hat.
Die Tat hatte in der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt. Immer wieder kommt es in der Ukraine zu Spannungen zwischen Wehrpflichtigen und Einberufungsbeamten. Dieses Urteil könnte als Signal dienen, dass Übergriffe nicht geduldet werden – auch nicht unter dem Deckmantel der Wehrerfassung.
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