Schweden stellt russischen Frachter Caffa: Kapitän wegen gefälschter Papiere angeklagt.

Schweden stellt russischen Frachter Caffa: Kapitän wegen gefälschter Papiere angeklagt
Schweden stellt russischen Frachter Caffa: Kapitän wegen gefälschter Papiere angeklagt

Kapitän in Schweden festgenommen

Nach Angaben von TSN.ua: Schwedische Behörden haben den Kapitän des russischen Frachters Caffa festgenommen. Ihm werden der Einsatz gefälschter Zertifikate, Verstöße gegen das Seerecht und gegen das Schiffssicherheitsgesetz vorgeworfen. Die Caffa, die früher unter russischer Flagge fuhr, wurde am 6. März 2023 bei Trelleborg gestoppt. Das Schiff steht im Verdacht, zum sogenannten russischen 'Schattenflotte' zu gehören und möglicherweise Getreide aus dem besetzten Krim-Gebiet nach Syrien transportiert zu haben. Solche Transporte sind ein wiederkehrendes Problem seit der Annexion der Krim im Jahr 2014.

Hintergründe und Ermittlungen

Die Caffa war auf dem Weg vom marokkanischen Hafen Casablanca nach Sankt Petersburg. Laut Recherchen der Publikation The Insider segelte das Schiff seit 2017 unter russischer Flagge; seine planmäßige Einsatzdauer läuft bis Juni 2025. Bei einer Durchsuchung durch die Küstenwache präsentierte der Kapitän mehrere verdächtige, gefälschte Schiffszertifikate. Wie der Küstenwachen-Vertreter Adrien Combe-Goguet erklärte, warfen diese Dokumente erhebliche Zweifel an ihrer Legitimität auf.

Eine Entscheidung darüber, ob der Russe in Haft bleibt oder freigelassen wird, wird für den 10. März 2023 erwartet. Der Frachter Caffa steht bereits unter ukrainischen Sanktionen, was die schwerwiegenden Vorwürfe unterstreicht. Die Festnahme ist Teil einer breiteren internationalen Kampagne gegen die russische Schattenflotte, die mit gefälschten Papieren versucht, Sanktionen zu umgehen. Dieser Vorfall zeigt die wachsende Entschlossenheit, illegale Transporte – insbesondere von Gütern aus besetzten Gebieten – zu unterbinden und könnte zu einer verstärkten Überwachung des russisch verbundenen Schiffsverkehrs führen.


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