Der Präsident Polens hat das Treffen mit Orban aufgrund des Besuchs des Ungarn in Moskau abgesagt.
Nach Angaben von ТСН: Präsident Karol Nawrocki hat das Treffen mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orban abgesagt. Diese Entscheidung ist das Ergebnis des kürzlichen Besuchs Orbans in Moskau.
Dies wurde von dem Leiter des Büros für internationale Politik der Kanzlei des Präsidenten Polens, Marcin Przydacz, in X mitgeteilt.
Beschränkungen des Besuchs in Ungarn
Er betonte, dass die Sicherheit Europas erheblich von der Solidarität abhängt, insbesondere im Energiesektor. Daher hat Präsident Nawrocki beschlossen, seinen Besuch in Ungarn auf die Teilnahme am Gipfel der Präsidenten der Visegrád-Gruppe in Esztergom zu beschränken. Dies steht im Zusammenhang mit dem Besuch Orbans in Moskau und seinen Äußerungen dort.
„Zusammen mit den Präsidenten der Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarns wird er Fragen der Sicherheit und Zusammenarbeit in der mitteleuropäischen Region erörtern“, betonte Przydacz.
Äußerungen Orbans in Moskau
Vor kurzem äußerte Orban in Moskau seine Bedenken hinsichtlich des Krieges in der Ukraine.
„Die Ukraine ist ein Nachbar Ungarns, deshalb spürt Ungarn die Auswirkungen des ukrainischen Konflikts unmittelbar, insbesondere durch wirtschaftliche Verluste, weil die wirtschaftliche Interaktion durch die Kämpfe blockiert wird. Und das gilt sowohl für Europa als auch für uns“, sagte Orban.
Er präzisierte auch, dass alle sozusagen „am Frieden interessiert“ seien. Außerdem bot Orban Putin an, dass Ungarn bereit sei, „einen Plattform für Verhandlungen zu schaffen und zu einer erfolgreichen Beendigung dieses Prozesses beizutragen“.
Diese Situation unterstreicht die Spannungen in den Beziehungen zwischen Polen und Ungarn, die die Stabilität in der Region beeinflussen können. Der Besuch Orbans in Moskau hat gemischte Bewertungen hervorgerufen, da seine Äußerungen die gemeinsamen Bemühungen Europas zur Unterstützung der Ukraine und zur Gewährleistung der Energiesicherheit beeinflussen. Die nächsten Schritte beider Länder können ihre Zusammenarbeit im Rahmen der Visegrád-Gruppe erheblich beeinflussen und sich weiter auf die regionale Politik auswirken.
Lesen Sie auch
- Berlin, Paris und London wollen Putin an den Verhandlungstisch holen
- Dank Einigung mit Ungarn: Ukraine ebnet Weg für erste Verhandlungsrunde zum EU-Beitritt
- Dritter Anlauf im Parlament: Ukraine plant schärferes Gesetz zum Schutz von Minderjährigen vor schädlichen Inhalten
- Selenskyj signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Putin – eine neue Wendung im Ukraine-Krieg
- EU stellt Armenien über 50 Millionen Euro bereit – Reaktion auf Moskaus Wirtschaftsdruck
- Ostpolen: Luftraum wird gesperrt – Das sollten Reisende wissen

