Ukrainische Angriffe lösen Brennstoffkrise in Russland aus: 56 Regionen melden Haushaltsdefizit.
Haushaltsdefizit und Brennstoffkrise in Russland
Nach Angaben von UATV: Russland kämpft mit einem erheblichen Haushaltsdefizit und einer Brennstoffkrise, die durch Angriffe ukrainischer Streitkräfte auf russische Anlagen ausgelöst wurde. Bereits 56 Regionen des Landes melden für das Jahr 2023 ein Haushaltsdefizit, wobei zwei Drittel der Gebiete unter Geldmangel leiden. Ende Mai 2023 begann auf der Krim eine Benzin-Krise, die die Einwohner vor große Herausforderungen bei der Treibstoffversorgung stellt.
In ganz Russland sind bereits zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Menschen stundenlang an Tankstellen anstehen müssen. Ein Bewohner von Donezk, Sergej, berichtete:
„Gestern stand ich fast den ganzen Tag hier in der Schlange – von Mittag bis zum Abend. Heute warte ich schon seit ein paar Stunden.“In Sewastopol sieht die Lage nicht besser aus: Aljona, eine Anwohnerin, erklärte:
„Mein Job erfordert Autofahren. Jetzt gehen wir mehr zu Fuß.“
Angriffe ukrainischer Kräfte auf die Infrastruktur
Neben den Versorgungsengpässen greifen die ukrainischen Verteidigungskräfte gezielt die Logistik und Infrastruktur des Gegners an. Am 16. Juni 2023 wurde die größte Ölraffinerie Moskaus getroffen, die jährlich etwa 11 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Seit Anfang Mai haben die ukrainischen Streitkräfte rund 200 Angriffe auf Straßen durchgeführt, die zur besetzten Krim führen, was wiederum die russische Ölverarbeitung beeinträchtigt hat. Im Juni 2023 fiel dieser Wert auf unter 4 Millionen Barrel pro Tag.
Experten heben die Wirksamkeit der ukrainischen Militärschläge hervor. Hennadij Rjabzew, ein Energieexperte, betonte:
„Die Angriffe der Verteidigungskräfte auf Ölraffinerien, Ölpumpstationen und Tanklager sind äußerst effektiv.“Laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte „führen Treffer in einer Entfernung von über 1.500 Kilometern auf russischem Territorium ab Juni 2026 zu einer systemischen finanziellen, technologischen und logistischen Lähmung der russischen Besatzer.“
Die Brennstoffkrise auf der Krim wird immer deutlicher sichtbar. Die Bewohner müssen an Tankstellen Schlange stehen und haben Schwierigkeiten, Benzin zu kaufen, das teilweise nur gegen QR-Codes abgegeben wird. Es wird berichtet, dass durch die Zerstörung russischer Ölraffinerien und technischer Anlagen 16 große Raffinerien und Terminals getroffen wurden und mehr als 40 technische Einrichtungen stillgelegt sind. Wolodymyr Selenskyj betonte: „Wir zeigen weiterhin, dass die ukrainischen Fähigkeiten für Angriffe über große Entfernungen von entscheidender Bedeutung sind.“
Diese Ereignisse verdeutlichen die schwerwiegenden wirtschaftlichen und logistischen Probleme, mit denen Russland im Zuge des militärischen Konflikts konfrontiert ist. Die Haushalts- und Treibstoffprobleme könnten die soziale Spannung im Land verschärfen, was wiederum Auswirkungen auf die Innenpolitik haben könnte. Die Eskalation des Konflikts in der Region birgt zudem das Potenzial für eine weitere Verschlechterung der Situation – sowohl für Russland als auch für die Nachbarländer.
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