Ukraine sucht Patriot-Raketen: Erfahrungsaustausch mit Nahost gegen Drohnen.

Ukraine sucht Patriot-Raketen: Erfahrungsaustausch mit Nahost gegen Drohnen
Ukraine sucht Patriot-Raketen: Erfahrungsaustausch mit Nahost gegen Drohnen

Gespräche mit Nahost-Staaten laufen

Nach Angaben von TSN.ua: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat aktive Konsultationen mit Ländern des Nahen Ostens bestätigt. Im Zentrum steht ein möglicher Deal: Die Ukraine bietet ihr wertvolles Wissen zur Abwehr iranischer "Shahed"-Drohnen an. Im Gegenzug erhofft sie sich Raketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme. Die Gespräche werden mit Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Jordanien geführt. Der ukrainische Präsident betonte die strategische Bedeutung dieser Zusammenarbeit angesichts moderner Bedrohungen.

Bei einer Pressekonferenz am 5. März 2023 verwies Selenskyj auf die jüngsten Erfahrungen der Region: Während vergangener Angriffe seien etwa 800 PAC-3-Raketen zum Einsatz gekommen. Der erste Tag der iranischen Attacken habe die Staaten schockiert, was die Dringlichkeit eines solchen Erfahrungsaustauschs unterstreiche. Diese Einschätzung teilt man offenbar in Kiew.

„Wir führen Konsultationen mit allen relevanten Führungspersönlichkeiten, ich persönlich mit dem engeren Kreis.“

Wolodymyr Selenskyj

Selenskyj präsentierte sich zudem zuversichtlich, was die ukrainischen Kapazitäten betrifft: Man wisse genau, wie viele Raketen benötigt würden und welche Mengen man sehr schnell zusätzlich produzieren könne. Das Angebot aus Kiew ist klar: Expertise und Hilfe bei der Drohnenabwehr gegen dringend benötigte Patriot-Raketen.

Strategische Aufrüstung der Luftverteidigung

Eine Einigung könnte die ukrainische Luftabwehr signifikant stärken. Die Zusammenarbeit mit Nahost-Staaten, die praktische Erfahrung mit der Abwehr solcher Drohnenschwärme haben, würde die Effektivität der ukrainischen Verteidigung erhöhen. Für die Ukraine geht es um einen essenziellen Baustein zur Sicherung des Luftraums.

Der angestrebte Austausch ist mehr als ein bilaterales Geschäft. Er könnte ein wichtiger Schritt bei der Bildung einer breiteren Koalition gegen hybride Luftangriffe sein. Eine solche strategische Partnerschaft würde nicht nur die ukrainische Verteidigungsfähigkeit festigen, sondern auch zur regionalen Stabilität beitragen. In einer Zeit verschärfter Sicherheitslage könnten derartige Initiativen weitreichende Auswirkungen auf die internationale Sicherheitspolitik haben.


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