Moskauer Firmenverbindungen: Tatverdächtiger im Mordfall Portnow in Spanien stand auf russischer Gehaltsliste.

Moskauer Firmenverbindungen: Tatverdächtiger im Mordfall Portnow in Spanien stand auf russischer Gehaltsliste
Moskauer Firmenverbindungen: Tatverdächtiger im Mordfall Portnow in Spanien stand auf russischer Gehaltsliste

Ermordung eines umstrittenen Ex-Politikers

Nach Angaben von TSN.ua: Am 21. Mai 2025 wurde Andrij Portnow, ehemaliger stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter Wiktor Janukowytsch, nahe Madrid erschossen. Der spektakuläre Mordfall beschäftigt internationale Strafverfolgungsbehörden. Unter Verdacht steht unter anderem Olexandr Asisow, dessen berufliche Verbindungen nach Moskau neue Fragen aufwerfen. Er war in russischen Reinigungsfirmen angestellt, was Spekulationen über mögliche Hintergründe der Tat befeuert.

Russische Gehaltszahlungen an den Verdächtigen

Die Ermittlungen ergaben, dass Olexandr Asisow als technischer Mitarbeiter bei der Moskauer Reinigungsfirma "Schans" beschäftigt war. Am 23. Mai 2025, also kurz nach dem Mord, erhielt er ein Gehalt von 45.000 Rubel ausgezahlt. Diese Zahlungen liefen bis Juli 2025 weiter. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 hatte Asisow für die Moskauer Unternehmen "Alfa Klining" und "Wesit" gearbeitet. In dieser Zeit erhielten er und sein Bruder Weli russische Pässe. Während der Pass von Olexandr Asisow weiterhin gültig ist, wurde der seines Bruders für ungültig erklärt.

Portnow stand seit 2021 unter US-Sanktionen, was auf ein komplexes und konfliktreiches Umfeld des Opfers hindeutet. Die genauen Tatmotive sind noch unklar, doch die Ermittler rechnen mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Täter. Der Fall ist politisch hochsensibel, da er möglicherweise auf langwierige Konflikte aus Portnows politischer Vergangenheit zurückgeht.

Die Ermordung einer solch einflussreichen und sanktionierten Figur aus der Ära Janukowytsch könnte erhebliche außenpolitische Auswirkungen haben. Die Einbindung von in Russland beschäftigten Personen unterstreicht die mögliche internationale Dimension des Verbrechens. Die weiteren Ermittlungen könnten nicht nur Aufschluss über die Motive geben, sondern auch über undurchsichtige Verbindungen zwischen ukrainischen und russischen Kreisen. Das Ergebnis wird die Reputation aller Beteiligten und involvierten Institutionen nachhaltig prägen.


Lesen Sie auch

Werbung