Wegen Baufälligkeit: Kiewer Gymnasium „Kyjiwska Rus“ wird geschlossen – Eltern werfen Behörden Verschleppung vor.
Streit um die Schließung des Gymnasiums „Kyjiwska Rus“
Nach Angaben von TSN.ua: In Kiew sorgt die Schließung des Gymnasiums „Kyjiwska Rus“ für erhebliche Spannungen. Der Grund: Das Gebäude gilt als baufällig, was bei den Eltern der Schüler große Besorgnis auslöst. Ein im April 2025 erstelltes Gutachten stufte den 2013 errichteten Bau als einsturzgefährdet ein, doch die Schließung der Bildungseinrichtung erfolgt erst im Jahr 2026. Die Eltern kritisieren, dass die Warnungen der Fachleute über ein ganzes Jahr hinweg ignoriert wurden, was ihnen ernsthafte Sorgen bereitet.
Die Eltern fordern, dass das Schuljahr ab dem 1. September 2026 im Präsenzunterricht beginnen kann – obwohl bereits lange vor der offiziellen Einstufung als baufällig alarmierende Hinweise auf den Zustand des Gymnasiums bekannt waren. Oleksandr Kovtunov, Leiter der Rajonverwaltung Darnyzja, bestätigte, dass die Einrichtung eine kommunale Schule bleibt, und dementierte damit Gerüchte über eine mögliche Privatisierung. Er erklärte zudem:
„Noch in dieser Woche planen wir einen Vor-Ort-Termin im Gebäude des Gymnasiums.“
Am 27. Februar 2026 wandte sich die Rajonverwaltung Darnyzja an die Kommission für technisch-ökologische Sicherheit und Notfallsituationen (ТЕБ та НС) mit der Bitte, den technischen Zustand des Gebäudes zu prüfen. In der Sitzung dieser Kommission am 18. März 2026 wurde beschlossen, die Nutzung des Gebäudes vorübergehend zu untersagen, was bei den Eltern eine neue Welle der Empörung auslöste. Olha, Mutter eines Schülers, äußerte sich dazu:
„Das wirkt wie eine Manipulation, um dieses Argument im entscheidenden Moment zu nutzen.“
Errichtet wurde das Gymnasium von der Privataktiengesellschaft „HK Kyjiwmisjkbud“. Laut einem Beschluss des Kiewer Stadtrats vom 2. Dezember 2010 ist die Schule als kommunales Eigentum eingestuft. Die Eltern betonen die Dringlichkeit eines behördlichen Eingreifens, da die Situation um das Gebäude ernsthafte Befürchtungen weckt. Jewhenija Spyssowska, eine Elternvertreterin, stellte klar:
„Die Gerüchte, dass die Bildungseinrichtung privatisiert wird, entsprechen nicht der Wahrheit.“
Der Fall des Gymnasiums „Kyjiwska Rus“ verdeutlicht, wie wichtig es ist, auf Expertenurteile zeitnah zu reagieren und den Zustand von Schulen konsequent zu überwachen. Die Eltern hoffen auf eine schnelle Lösung und darauf, das Schuljahr unter sicheren Bedingungen beginnen zu können.
Dieser Konflikt zeigt exemplarisch die Herausforderungen, vor denen Bildungseinrichtungen in der Ukraine stehen – insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Verwaltungsentscheidungen. Er unterstreicht die Notwendigkeit von Transparenz im Zusammenspiel zwischen Eltern, Schulleitung und staatlichen Stellen, denn ein rechtzeitiges Handeln könnte schwerwiegende Folgen für die Schüler und ihre Familien verhindern.
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