Syrski nannte die Bedingungen für Verhandlungen mit Russland: ohne territoriale Zugeständnisse.
Nach Angaben von ТСН: Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrski, hat erstmals öffentlich seine Sichtweise zu den Bedingungen für den Übergang zu Friedensverhandlungen geteilt. Er betonte, dass jegliche territoriale Zugeständnisse für die Ukraine inakzeptabel sind, und die Verhandlungen können erst nach einem tatsächlichen Waffenstillstand beginnen.
In einem Gespräch mit Journalisten des britischen Fernsehsenders Sky News stellte er klar fest, dass das Szenario, auf Gebiete für Frieden zu verzichten, unzulässig ist.
Die Formel des „gerechten Friedens“
Auf die Frage antwortend, merkte Syrski an, dass „einfach unser Land abzutreten“ keine Option sei, die er überhaupt in Betracht ziehen könnte. Er präzisierte, dass ein gerechter Frieden ohne Vorbedingungen und ohne Aufgeben von Territorien aufgebaut werden sollte. Das bedeutet, dass an der aktuellen Frontlinie gestoppt, ein Waffenstillstand eingehalten und dann ohne jegliche Bedingungen verhandelt werden sollte.
Der General betonte auch, dass jede andere Option ein „ungerechter Frieden“ sein würde, mit dem die Ukraine nicht einverstanden wäre.
Diplomatie als Deckmantel für den Aggressor
Syrski äußerte Zweifel an der Aufrichtigkeit der Absichten des Kremls. Seiner Meinung nach nutzt Moskau die Diskussion über Friedenspläne, insbesondere die von der Verwaltung des US-Präsidenten Donald Trump initiierten, lediglich als taktischen Schachzug. „Der Feind setzt seinen Vormarsch fort und nutzt diese Friedensverhandlungen als Deckung“, betonte er.
Der General stellte fest, dass Russland keine Anzeichen von gesunkener militärischer Aktivität zeigt. Im Gegenteil, die Besatzer versuchen, diplomatische Verhandlungen zu nutzen, um so viele ukrainische Territorien wie möglich zu erobern. Er betonte, dass die Aufgabe der ukrainischen Streitkräfte unverändert bleibt – das Land zu verteidigen, bis es echte Bedingungen für einen gerechten Frieden gibt.
Auch der dritte Präsident der Ukraine, Viktor Juschtschenko, äußerte seine Gedanken zu den jüngsten Ereignissen rund um die Ukraine und möglichen Szenarien für den Kriegsausgang und warnte davor, dass ein Waffenstillstand ohne Einhaltung des internationalen Rechts zu einem neuen Krieg mit Russland in 3-4 Jahren führen könnte.
Die Worte von Oleksandr Syrski unterstreichen die Bedeutung einer klaren Position der Ukraine auf der internationalen Bühne im Kontext des langwierigen Konflikts mit Russland. Seine Warnungen vor möglichen Manipulationen seitens des Kremls werfen die Frage nach der Echtheit der Absichten Moskaus in den Verhandlungen auf. In dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, dass die ukrainische Seite nicht nur die territoriale Integrität bewahren, sondern auch einen Fahrplan für einen nachhaltigen Frieden entwickeln kann. Das Management interner und externer Bedrohungen bleibt eine entscheidende Aufgabe für den Staat.Lesen Sie auch
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