Der Kreml plant, 95 % der Russen zu Russen zu machen: Was über die neue Strategie bekannt ist.
Nach Angaben von ТСН: Der Kreml ist in eine neue Phase des ideologischen Krieges übergegangen, deren Ziel es ist, eine "homogene" Gesellschaft ohne nationale Besonderheiten zu schaffen. Die russische Regierung hat eine neue Strategie der nationalen Politik bis 2036 genehmigt, die auf dem imperialen Konzept des "Zivilisationsstaates" basiert.
Darüber berichtet der Auslandsnachrichtendienst der Ukraine (SZRU).
Fantastische Zahlen und "Zivilisationsstaat"
Das Dokument legt ehrgeizige, manchmal auch unrealistische Ziele fest. Die Hauptaufgabe des Kremls besteht darin, eine einheitliche Bürgeridentität zu schaffen. Es wird erwartet, dass sich bis 2036 95 % der Bevölkerung des Landes als "Russkiye" identifizieren. Darüber hinaus plant die russische Regierung, dass das Niveau der "positiven Wahrnehmung zwischennationaler Beziehungen" auf 85 % steigt.
Hinter schönen Formulierungen verbirgt sich jedoch eine harte Realität: Ein solcher Kurs wird zu weiteren Einschränkungen der Rechte nationaler Minderheiten und einer verstärkten Kontrolle über den Informationsraum führen.
Bedrohung für die besetzten Gebiete
Ein entscheidender Schritt dieser Strategie ist die aggressive Integration der vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine. In den Regionen Donezk, Lugansk, Saporischschja und Cherson plant Moskau umfassende Propagandakampagnen einzuführen.
Das Ziel des Feindes ist offensichtlich:
Jegliche Ausdrucksformen des ukrainischen nationalen Bewusstseins zu beseitigen;
Die Dominanz der russischen Sprache zu festigen;
Eine allrussische Identität aufzuzwingen.
In Wirklichkeit geht es um eine beschleunigte und erzwungene Russifizierung der in der Besatzung befindlichen Bevölkerung.
Kampf gegen "Russophobie" und doppelte Standards
Die Strategie definiert auch die sogenannten "inneren Bedrohungen". Dazu zählt der Kreml "Russophobie", "Verzerrung der Geschichte" und die Risiken der Entstehung ethnischer Enklaven. Um gegen diese Phänomene vorzugehen, plant man, soziale Netzwerke und Videoplattformen aktiv zu nutzen, die Narrative über "traditionelle Werte" fördern.
Gleichzeitig sieht Moskau die paradoxe Aufgabe, im Ausland ein Bild Russlands als "demokratischer und Rechtsstaat" zu formen.
"Moskau plant, internationale Plattformen zu nutzen, um dem ausländischen Publikum den Eindruck von Gleichheit der Rechte und Freiheiten zu vermitteln, trotz wachsender Xenophobie und verstärkter ethnischer Narrative im Land", - stellen die Geheimdienste fest.
Wir erinnern daran, dass der Hauptberater des Nationalen Instituts für strategische Studien, Ivan Us, der Meinung ist, dass die russische Wirtschaft bereits am Rande des Abgrunds steht. Trotz optimistischer offizieller Berichte des Kremls, die den tatsächlichen Zustand der Dinge verbergen, sprechen russische Banker bereits offen über einen gefährlichen Rückgang des BIP.
Somit verspricht die neue nationale Strategie des Kremls noch mehr Einschränkungen für die unter Besatzung stehenden ukrainischen Gebiete und weist auf eine Aktivierung der Propaganda hin. Denn das Ziel Moskaus ist es, eine homogene Gesellschaft zu schaffen, in der kein Platz für ukrainische Einzigartigkeit und Identität bleibt. Die Situation bleibt angespannt, und die zukünftigen Schritte der ukrainischen Regierung werden bestimmen, welche Folgen diese Politik für die Region haben wird.
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