Patriot-Raketen im Tausch: Ukraine bietet Know-how gegen iranische Drohnen an.
Kooperation mit Nahost-Staaten
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine ist bereit, ihr wertvolles Wissen zur Abwehr iranischer Drohnen weiterzugeben. Als Gegenleistung erhofft sich Kiew dringend benötigte Raketen für die Patriot-Luftabwehrsysteme. Dieses Angebot richtet sich an Staaten im Nahen Osten, die nach Angriffen mit iranischen Kampfdrohnen, darunter den sogenannten 'Shahed'-Modellen, auf zivile Ziele ukrainische Expertise angefragt haben.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte die Kooperationsbereitschaft.
„Wir haben Signale von Partnern aus dem Nahen Osten erhalten. Dort gab es Angriffe iranischer 'Shahed'-Drohnen auf Zivilisten. Sie wollen unser Know-how. Wir sind offen. Wenn ihre Vertreter kommen, geben wir unsere Expertise weiter“, so der Präsident.
Selenskyj wies jedoch auch auf die eigene prekäre Lage hin: Die Ukraine leidet selbst unter einem akuten Mangel an PAC-2- und PAC-3-Raketen.
„Was Waffen betrifft: Wir selbst befinden uns im Krieg. Und ich habe ganz offen gesagt: Uns fehlt genau das, was sie haben. Sie haben Raketen für Patriot, aber mit Patriot-Raketen schießt man keine Hunderte oder Tausende 'Shaheds' ab: Das ist zu kostspielig“, ergänzte er.
Internationales Interesse wächst
Das globale Interesse an ukrainischem Drohnenabwehr-Know-how ist groß. Bereits am 1. März kündigte der britische Premierminister Keir Starmer an, ukrainische Spezialisten zur Unterstützung von Verbündeten am Persischen Golf einzusetzen.
„Wenn es also um einen Technologieaustausch, einen Waffenaustausch geht, denke ich, dass unser Land dafür offen sein wird“, unterstrich Selenskyj.
Damit positioniert sich die Ukraine als strategischer Partner: Sie bietet Ländern, die unter Angriffen iranischer Drohnen leiden, militärische Expertise an und erwartet im Gegenzug konkrete Unterstützung für ihre eigene Luftverteidigung. Dieser Ansatz unterstreicht, wie Kiew trotz des andauernden Krieges mit Russland aktiv neue Sicherheitspartnerschaften aufbaut. Solche Kooperationen können nicht nur die ukrainische Verteidigung stärken, sondern auch neue Bündniskonstellationen in einer von Drohnentechnologie geprägten Sicherheitslage fördern.
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