Ani Lorak und der Eurovision: Wie eine Absage 2005 ihren Karriereweg prägte.

Ani Lorak und der Eurovision: Wie eine Absage 2005 ihren Karriereweg prägte
Ani Lorak und der Eurovision: Wie eine Absage 2005 ihren Karriereweg prägte

Der Eurovision-Songcontest als Wendepunkt

Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Sängerin Ani Lorak blickt auf ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest zurück. Ursprünglich sollte sie bereits 2005 für ihr Land antreten, doch eine politische Entscheidung verhinderte dies – stattdessen wurde die Band "Gryndzholi" entsandt. Drei Jahre später, 2008, erhielt sie dann doch die offizielle Einladung des Fernsehsenders, die Ukraine zu vertreten. Ihr Song "Shady Lady" erreichte den zweiten Platz. Lorak betont, dass dieser Erfolg den Startschuss für ihre Karriere in Russland bedeutete.

Die Entscheidung, 2008 anzutreten, fiel ihr nicht leicht.

„Ich habe mir Bedenkzeit erbeten. Ich habe nachgedacht, eine Münze geworfen, und sie zeigte mir dreimal, dass ich fahren sollte. Das war ein Zeichen, also bin ich zum Wettbewerb gefahren. Aber ich hatte das Gefühl, dass die ganze Sache politisch aufgeladen war“, erinnert sich Ani Lorak.
Sie führt den Erfolg darauf zurück, dass 2008 „die Gerechtigkeit gesiegt“ habe, als das Publikum für den von Philipp Kirkorov geschriebenen Titel votierte.

Ein internationales Team und die Folgen

Ihr Auftritt war von internationaler Zusammenarbeit geprägt: Ihr Team setzte sich aus Mitgliedern aus Russland, Griechenland und Armenien zusammen, die Tänzer kamen aus dem gesamten postsowjetischen Raum.

„Unser Auftritt war großartig, wir holten den zweiten Platz. Man kann sagen, dass von diesem Moment an meine Karriere in Russland begann“, so Lorak.
Der Eurovision-Auftritt markiert somit einen zentralen Karrieremoment, der jedoch im Spannungsfeld der politischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland stand.

Später erhielt Ani Lorak die russische Staatsbürgerschaft. Im Oktober 2022 verhängte der ukrainische Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat (RNBO) Sanktionen gegen sie. Vor dem Hintergrund der jüngeren geopolitischen Entwicklungen und dieser Sanktionen können ihre Rückblicke auf die Eurovision-Teilnahme in der ukrainischen Öffentlichkeit zwiespältig aufgenommen werden. Solche internationalen Wettbewerbe sind stets auch von politischen Dimensionen begleitet, die die Wahrnehmung der Künstler in ihren Heimatländern nachhaltig beeinflussen können.


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