Vorsicht bei Zimt: Wann die beliebte Gewürzleber und Nieren schädigen kann.
Nicht immer harmlos: Die Risiken von Zimt
Nach Angaben von TSN.ua: Zimt ist ein beliebtes Gewürz, das jedoch ernste Gesundheitsrisiken bergen kann. Verantwortlich dafür ist der enthaltene Aromastoff Cumarin, der vor allem in der Sorte Cassia (auch als chinesischer Zimt bekannt) in hoher Konzentration vorkommt. Dieser kann in größeren Mengen zu Leberschäden und Nierenproblemen führen. Der Cumarin-Gehalt variiert stark: Während Cassia-Zimt bis zu 1 % enthalten kann, liegt er bei der hochwertigeren Ceylon-Variante nur bei etwa 0,004 %. Diese enorme Differenz macht Cassia-Zimt bei regelmäßigem Verzehr potenziell gefährlich.
Als sichere tägliche Aufnahmemenge gilt 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen Erwachsenen mit 70 kg Körpergewicht kann bereits ein Teelöffel Cassia-Zimtpulver am Tag diese Grenze erreichen oder überschreiten. Neben der Lebertoxizität kann ein Übermaß an Zimt auch die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts reizen. Diese Fakten zeigen, dass ein bewusster Umgang mit dem Gewürz, insbesondere in großen Mengen, unerlässlich ist. Viele Verbraucher sind sich dieser Unterschiede und Risiken nicht bewusst.
Für wen Zimt besonders riskant sein kann
Bestimmte Personengruppen sollten besonders vorsichtig sein oder ganz auf Zimt verzichten:
- Personen mit bestehenden Lebererkrankungen,
- Patienten mit Magengeschwüren oder Gastritis,
- Schwangere Frauen,
- Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen,
- Diabetiker, die Insulin spritzen,
- Allergiker oder Personen mit entsprechender Neigung.
Schwangeren wird von größeren Mengen abgeraten, da Zimt vorzeitige Wehen auslösen kann. Seine blutverdünnende (antikoagulierende) Wirkung erhöht zudem das Risiko für innere Blutungen. Bei insulinpflichtigen Diabetikern kann der blutzuckersenkende Effekt eine gefährliche Unterzuckerung (Hypoglykämie) verstärken. Zusätzlich kann der Inhaltsstoff Zimtaldehyd allergische Reaktionen hervorrufen.
Die Wahl der Zimtsorte – Cassia oder Ceylon – ist daher gesundheitlich von großer Bedeutung. Angesichts dieser Faktenlage ist es ratsam, den eigenen Zimtkonsum zu hinterfragen und bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme ärztlichen Rat einzuholen.
Diese Erkenntnisse unterstreichen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Gewürzen ist, die bei übermäßigem Genuss die Gesundheit beeinträchtigen können.
Verbrauchern wird empfohlen, beim Kauf auf die Zimtsorte zu achten und die individuelle gesundheitliche Situation – insbesondere chronische Krankheiten oder laufende Medikation – stets zu berücksichtigen. Eine ärztliche Beratung hilft, potenzielle Gefahren zu vermeiden.
Lesen Sie auch
- Neues Medikament verdoppelt Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Erstmals seit den 1980ern: Fleischfressender Parasit in Texas entdeckt – welche Gefahr droht den USA?
- Ärztin warnt vor Keimen auf Geldscheinen: So lange überleben Bakterien
- Erstattung für Kuraufenthalte: Wer Anspruch hat und wie der Antrag läuft
- Starker Sonnensturm der Stufe G3 trifft am 5. Juni auf die Erde: Welche Auswirkungen auf den Menschen erwartet werden
- Erneute Militärärztliche Untersuchung möglich – entscheidende Angabe im Attest

