Polen kauft U-Boote von Saab für 2,7 Milliarden: wie es die Ostsee stärken wird.
Nach Angaben von ТСН: Polen hat bekannt gegeben, dass das schwedische Unternehmen Saab als Lieferant von drei U-Booten ausgewählt wurde. Diese neuen U-Boote werden ein wichtiger Teil der Stärkung der Verteidigungskräfte Warschaus in der Ostsee sein. Der Gesamtwert des Vertrags im Rahmen des Programms "Orka" beträgt ungefähr 2,73 Milliarden Dollar.
Multimilliardenvertrag und strategische Bedeutung
Vizepremier Vladyslav Kosiak-Kamysz bemerkte, dass Schweden das beste Angebot in allen Parametern wie Lieferzeiten und Betriebseigenschaften, insbesondere für die Ostsee, vorgelegt hat. Das Unternehmen Saab, das Polen die A26-U-Boote liefern wird, hat sich auch verpflichtet, bestimmte Waffen im Rahmen einer breiteren Zusammenarbeit von Warschau zu beziehen.
Für Saab ist dies der erste Exportauftrag für U-Boote seit der Übernahme der entsprechenden Abteilung im Jahr 2014. Polen plant, spätestens im zweiten Quartal 2026 einen kommerziellen Vertrag abzuschließen, während die erste Lieferung bereits für 2030 erwartet wird.
„Das ist ein echter Durchbruch. Es ist unglaublich wichtig für die Sicherheit der Ostsee, und diese Möglichkeit auf beiden Seiten des Meeres zu haben, bedeutet viel,
— sagte der CEO von Saab, Mikael Johansson.
Gemeinsame Verteidigung des Baltischen Raums
Die Entscheidung Warschaus, die Investitionen in die Verteidigungskräfte erheblich zu erhöhen, ist eine Reaktion auf die wachsenden Bedrohungen durch Russland, insbesondere nach dessen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022. Der Vertrag mit Schweden zeugt auch von Polens Bemühungen, eine Baltische Allianz zu bilden und die Zusammenarbeit in der Region zu stärken.
Die A26-U-Boote wurden für Einsätze am Meeresboden entwickelt und können der NATO helfen, Angriffe auf die Unterwasserinfrastruktur zu verhindern, was nach einer Reihe von verdächtigen Vorfällen mit Beschädigungen von Kabeln und Pipelines seit 2022 ein besonders aktuelles Thema ist.
Der schwedische Verteidigungsminister Paul Jonson betonte in seiner Erklärung, dass die Aggression der RF die Ausweitung der Verteidigungszusammenarbeit in der Ostsee wichtiger denn je macht. Der Vertrag bildet ein gemeinsames System für Unterwasseroperationen und erhöht die Interoperabilität zwischen den Marineflotten Schwedens und Polens. Darüber hinaus hat Schweden sich verpflichtet, Polen ein Ausbildungs-U-Boot zur Verfügung zu stellen.
Zu beachten ist, dass Russland in diesem Jahr fünf atomare U-Boote 60 km von den NATO-Grenzen stationiert hat. Westliche Experten glauben, dass die Arktis zum Testgelände für die Unterwasserflotte der RF wird.
Der Vertrag zwischen Polen und Schweden unterstreicht die Bedeutung der regionalen Sicherheit im Kontext der modernen militärischen Herausforderungen. Die Stärkung der Kampffähigkeiten Polens wird nicht nur seine Verteidigungsfähigkeit erhöhen, sondern auch eine engere Zusammenarbeit im Rahmen der NATO fördern, insbesondere in einer Zeit steigender Spannungen in der Ostsee-Region. Die Entwicklung der U-Boot-Streitkräfte kann auch erhebliche Auswirkungen auf die strategische Situation in der Region haben, was entsprechende Maßnahmen von benachbarten Ländern erforderlich macht.Lesen Sie auch
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