Russland droht Budanow wegen Verhandlungen in Abu Dhabi: Was bekannt ist.
Nach Angaben von ТСН: "Und das sind ernsthafte Aussagen. Freunde, hier droht die russische Propaganda Budanow mit Mord im Kontext der Verhandlungen in Abu Dhabi. Es gibt da einen gewissen Scott Ritter. In der Ukraine ist sein Name praktisch niemandem bekannt. In Moskau allerdings ist er ein recht beliebter 'Experte', dessen Aussagen oft in den Hauptmedien zitiert werden. Am 25. November machte er erneut mit einem skandalösen Tweet von sich reden, der von den größten russischen offiziellen Medien aufgegriffen wurde:
'Er wird innerhalb eines Jahres sterben. Man kann terroristische Verbrechen gegen das russische Volk begehen und am Leben bleiben, um darüber zu erzählen. Budanow ist ein Terrorist.'", - berichtete Schneider.
Er betonte, dass die Drohungen gegen Budanow für die russische Propaganda keine Neuigkeit sind. Aufrufe zu seiner physischen Eliminierung gab es bereits vor dem großflächigen Einmarsch.
"Über die Anzahl der Attentatsversuche braucht man überhaupt nicht zu reden. Aber bisher hat dies immer jemand von bekannten Propagandisten wie Solowjow oder Keosajanj ausgesprochen. Dieses Mal hat niemand von den bekannten 'Kommentatoren' sich mit solchen Kommentaren in die Öffentlichkeit gewagt. Diese Funktion übernahm ein ehemaliger amerikanischer Soldat, der seit mehreren Jahren als hauptberuflicher Propagandist Putins arbeitet", - bemerkte der Blogger.
Die Situation im Verhandlungsprozess
Seiner Meinung nach gab es nur ein Ereignis, das einen solchen Formatwechsel beeinflussen konnte - den Beginn der Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die ukrainische Verhandlungsdelegation wird von General Budanow angeführt. Die Verhandlungen finden in einem dreiseitigen Format statt, am Tisch sitzen die Delegationen der Ukraine, der USA und Russlands. Offensichtlich hat die russische Regierung ihren Kommentatoren nicht empfohlen, mit solchen provokanten Aussagen aufzutreten. In diesem Moment tauchte Scott Ritter auf, der scheinbar Amerikaner ist, vielleicht aber auch nicht. Seit 2022 ist er einer der beliebtesten 'Experten' zu Ukraine in den russischen Medien. Seine Kommentare beschränken sich normalerweise auf die Vorhersage des unvermeidlichen Sieges der 'russischen Waffen' und der Niederlage der 'ukrainischen Junta' - berichtete der Politologe.
Über Scott Ritter
In der amerikanischen Wikipedia steht, dass 'im Juni 2024 die US-Regierung Ritters Pass abnahm und ihm den Besuch Russlands verbot'. Schneider fügte auch hinzu, dass der Propagandist einmal sogar von einem Flug von Istanbul nach Sankt Petersburg entfernt wurde.
"Dennoch konnte er irgendwie nach Moskau gelangen, wo er mehrere 'inhaltliche' Interviews gab. Ritter spricht gerne über Verfolgungen durch die amerikanischen Behörden. Aber seine Biografie ist einfach voller Geschichten darüber, wie er in Freiheit kam. Die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden haben ihn nicht einmal entlarvt, nachdem er sich schändlicher Verbrechen gegen Minderjährige schuldig gemacht hat. Einmal wurde er verurteilt und verbrachte Zeit im Gefängnis. In jedem Fall ist Scott Ritter eine interessante und facettenreiche Persönlichkeit, die eine ernsthafte Informationswelle ausgelöst hat, deren endgültiges Ziel ohne direkte Einblicke aus dem Kreml schwer abzuschätzen ist", - stellte der Blogger fest.
Diese Ereignisse weisen auf die Bedeutung des Verhandlungsprozesses in der internationalen Politik hin, insbesondere unter Bedingungen einer akuten Krise. Drohungen und Manipulationen durch die russische Propaganda werden zu einem weiteren Element der Spannungen in der Region, das die weltweite Gemeinschaft zur genauen Beobachtung anregt. Angesichts der Entwicklungen der Situation kann man neue Informationswellen erwarten, die nicht nur Risiken, sondern auch Möglichkeiten für die internationale Diplomatie mit sich bringen.
Lesen Sie auch
- Schutz vor Drohnen: Ukraine überspannt über 200 Kilometer Straßen mit Netzen
- ISW widerspricht Putins Kriegserfolgen: Die wahre Lage an der Front
- Wahl in Armenien am 7. Juni: Moskau erhöht den Druck auf Erewan
- Trump: Selenskyj und Putin sollen den Krieg unter sich ausmachen
- Putins Verhandlungsverweigerung: Außenminister Sibyga spricht von strategischem Fehler für Russland
- Die Krim-Brücke wird zur tödlichen Falle: Warum sie für Russland unbrauchbar ist

