Schottland führt umweltfreundliche Wasserbestattung ein.
Eine neue Art der Bestattung für Schottland
Nach Angaben von TSN.ua: Schottland will eine neue, umweltfreundlichere Methode zur Bestattung Verstorbener einführen: die sogenannte Wasserbestattung, fachlich auch alkalische Hydrolyse genannt. Diese Alternative zur herkömmlichen Feuerbestattung könnte bereits im nächsten Jahr verfügbar sein.
So funktioniert die alkalische Hydrolyse
Bei diesem Verfahren kommen Wasser, Hitze und eine alkalische Lösung zum Einsatz. Der chemische Hydrolyse-Prozess dauert etwa drei Stunden. Übrig bleiben lediglich Knochen und Zähne, die getrocknet und zu einem weißen Pulver zermahlen werden. Die verbleibende Flüssigkeit wird in der Regel dem Abwassersystem zugeführt.
Die Wasserbestattung ist in mehreren anderen Ländern bereits etabliert, unter anderem in:
- Irland
- Südafrika
- Kanada
- einigen Bundesstaaten der USA
Wie Andrew Pervis erklärt, 'ahmt die Hydrolyse natürliche Zersetzungsprozesse nach, läuft aber deutlich schneller ab und verursacht geringere Kohlenstoffemissionen'.
Die geplante Einführung in Schottland unterstreicht das wachsende Umweltbewusstsein im Bestattungswesen. Während traditionelle Methoden wie die Feuerbestattung erhebliche CO2-Emissionen verursachen, könnte der neue Ansatz den ökologischen Fußabdruck verringern. Die bereits bestehende Verbreitung in anderen Ländern erleichtert möglicherweise die gesellschaftliche Akzeptanz und eine schnellere Einführung vor Ort. Die Diskussion um nachhaltige Bestattungsformen gewinnt damit auch in Europa weiter an Fahrt.
Lesen Sie auch
- 70.000 Dollar für ein Denkmal: Wer finanzierte die Bulgakow-Statue in Kiew?
- Ukraine verschärft Strafen für Temposünder und regelt E-Scooter-Verkehr neu
- Bis zu 16 Stunden täglich im Einsatz: So arbeiten die Meldegruppen der ukrainischen Rekrutierungsbehörden
- Überraschung für Autofahrer in der Ukraine: Wann die Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt ist
- Militärverwaltung rechtfertigt Vorgehen: Bauarbeiter-Vorfall und Schüsse in Czernowitz neu bewertet
- Neue Leistungen für Menschen mit Behinderungsgrad 3: Das ändert sich 2026 in der Ukraine

