Kiew schlägt vor, die U-Bahn-Station "Akademmistetshko" zu Ehren von Wasyly Stus umzubenennen.
Nach Angaben von ТСН: In Kiew gibt es eine neue Initiative zur Umbenennung von Verkehrsanlagen. Es wird vorgeschlagen, die U-Bahn-Station "Akademmistetshko" zu Ehren des ukrainischen Dichters und Dissidenten Wasyly Stus umzubenennen.
Dieser Vorschlag wird in einer registrierten Petition an den Stadtrat Kiew diskutiert.
Was vorgeschlagen wird und warum
Der Autor der Petition betont, dass der Name "Wasyly Stus" angemessen und symbolisch ist. Der Dichter lebte in den 1970er und 1980er Jahren in der Nähe dieser Station in der Chornobyl-Straße, wo er arbeitete, seine Werke schuf und einen großen Teil seines Lebens verbrachte.
In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass Stus eine der wichtigen Figuren des ukrainischen kulturellen Widerstands im 20. Jahrhundert ist. Er starb im sowjetischen Lager, während er für sein Recht kämpfte, Ukrainer zu bleiben. Der Initiator ist der Meinung, dass die Umbenennung der Station eine ehrbare Hommage an sein Andenken wäre.
Warum man vom Namen "Akademmistetshko" absehen will
In der Petition wird behauptet, dass "Akademmistetshko" ein typischer sowjetischer Toponym ist, das mit wissenschaftlichen Vierteln assoziiert wird und in vielen Städten des postsowjetischen Raums wiederholt vorkommt, ohne eine einzigartige kiewer Geschichte zu haben. Der Autor ist der Ansicht, dass dieser Name seine Aktualität und symbolische Bedeutung verloren hat.
Wie die Petition voranschreitet
Damit die Initiative von den Abgeordneten des Stadtrats Kiew geprüft wird, muss das Dokument innerhalb von 60 Tagen ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung 6.000 Unterschriften sammeln.
Es ist auch erwähnenswert, dass zuvor die Frage nach der Nichteinhaltung der Namen zweier Filialen von "Ukrzaliznytsia" mit den Anforderungen des Gesetzes, das die Propaganda der russischen imperialen Politik verbietet, aufgeworfen wurde.
Diese Initiative unterstreicht die Bedeutung des Gedenkens an herausragende Ukrainer und ihren Beitrag zur Kultur. Gleichzeitig spiegelt die Diskussion über die Umbenennung von Verkehrsanlagen den Versuch der Gesellschaft wider, sich von sowjetischen Traditionen zu entfernen und neue Symbole für die Stadt zu finden. Die Ergebnisse der Abstimmung über die Petition könnten ein Indikator dafür sein, wie die Kiewer zu ihren kulturellen Werten und ihrem historischen Erbe stehen.
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