Orban könnte 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine blockieren.
Ungarns Haltung zum Finanzhilfepaket
Nach Angaben von UATV: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban könnte einem 90 Milliarden Euro schweren Kredit für die Ukraine zwar grundsätzlich zustimmen. Experte Oleg Saakjan äußerte jedoch am 24. Februar die Einschätzung, dass Orban die Entscheidung mit hoher Wahrscheinlichkeit bis nach den ungarischen Parlamentswahlen verzögern wird.
Die entsprechenden Kreditdokumente wurden bereits im Europäischen Parlament unterzeichnet. Dieses massive Finanzpaket wäre eine entscheidende Stütze für die Ukraine. Saakjan warnt jedoch: Falls die Europäische Union die Finanzhilfe ohne Rücksicht auf die ungarische Stimme beschließen sollte, könnte dies für Orban ein politisches Geschenk sein, das er im Wahlkampf nutzen kann. Ungarn nutzt sein Vetorecht in EU-Fragen wiederholt für innenpolitische Zwecke.
Politisches Kalkül bestimmt die Entscheidung
Die Frage der Kreditfreigabe bleibt somit offen und ist eng mit innenpolitischen Entwicklungen in Ungarn verknüpft. Orbans Position als Regierungschef gibt ihm hier erheblichen Einfluss, und seine Haltung kann sich je nach politischer Lage ändern.
Die 90 Milliarden Euro wären für die krisengeschüttelte ukrainische Wirtschaft von enormer Bedeutung. Die anstehenden Parlamentswahlen in Ungarn werden Orbans Entscheidungsfindung jedoch voraussichtlich dominieren. Dies zeigt erneut, wie sehr innenpolitische Erwägungen eines einzelnen Mitgliedstaates die gemeinsame europäische Unterstützung für die Ukraine beeinflussen können.
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