Ukraine ist weltweit größter Waffenimporteur – so verteilen sich die Lieferungen.

Ukraine ist weltweit größter Waffenimporteur – so verteilen sich die Lieferungen
Ukraine ist weltweit größter Waffenimporteur – so verteilen sich die Lieferungen

Ukraine an der Spitze der Importeure

Nach Angaben von TSN.ua: Laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI war die Ukraine im Fünfjahreszeitraum von 2021 bis 2025 der größte Importeur von Waffen weltweit. Ihr Anteil am globalen Rüstungsimport betrug 9,7%. Die Hauptlieferanten für die ukrainischen Streitkräfte waren die Vereinigten Staaten, Deutschland und Polen. Diese massive Unterstützung begann mit dem russischen Angriffskrieg im Februar 2022, der die internationale Sicherheitsarchitektur erschütterte.

Den SIPRI-Daten zufolge kamen 41% der ukrainischen Waffenimporte aus den USA. Deutschland steuerte 14% bei, Polen 9,4%. Insgesamt haben seit Kriegsbeginn mindestens 36 Staaten Waffen an die Ukraine geliefert. Allerdings waren die Liefermengen im Jahr 2025 niedriger als in den beiden Vorjahren 2023 und 2024.

Die globalen Rüstungsströme

Auf der Exportseite behaupteten die USA mit einem Anteil von 40% an allen internationalen Waffenlieferungen (2021-2025) weiter ihre dominierende Rolle. Frankreich folgte als zweitgrößter Exporteur mit einem Marktanteil von 9,8%. Die weiteren Nationen in den Top Ten der Rüstungsexporteure sind:

  • Russland
  • Deutschland
  • China
  • Italien
  • Israel
  • Großbritannien
  • Südkorea
  • Spanien

Die Ukraine führt die Liste der Importeure vor Ländern wie Indien, Saudi-Arabien, Katar und Pakistan an. Während die ukrainischen Importe in die Höhe schnellten, verzeichnete Russland einen dramatischen Rückgang seiner Rüstungsexporte: Sie sanken zwischen den Vergleichsperioden 2016-2020 und 2021-2025 um 64%. Deutschland, als viertgrößter Exporteur, hielt einen Anteil von 5,7% am Weltmarkt.

Diese Zahlen belegen, wie der Krieg in die globalen Rüstungsströme eingegriffen hat. Der enorme Importbedarf der Ukraine spiegelt nicht nur ihre militärische Notwendigkeit wider, sondern auch das Ausmaß der Unterstützung durch westliche Partner.

Der starke Exportrückgang Russlands deutet zudem auf eine veränderte militärische Prioritätensetzung und mögliche Produktionsengpässe hin, die seine Rolle als Rüstungslieferant nachhaltig verändern könnten.


Lesen Sie auch

Werbung