Litauen warnt vor einem neuen Krieg Russlands: Warum es nicht erlaubt ist, Grenzen zu ändern.
Erklärung des litauischen Ministers zu den Bedrohungen der territorialen Integrität
Nach Angaben von ТСН: Der litauische Außenminister Kęstutis Budrys äußerte Besorgnis über die möglichen Folgen von Friedensverhandlungen, wenn Russland auch nur geringfügige Änderungen der Grenzen der Ukraine zugestanden werden. Er glaubt, dass dies einen gefährlichen Präzedenzfall für Aggressionen gegen andere Länder, einschließlich Litauen, schaffen könnte.
Budrys betonte:
„Wenn wir erlauben, die Grenzen in irgendeiner, auch nur geringfügigen Form neu zu ziehen, kommen sie mit einem Marker und einer Karte und dann auch mit Panzern, um die Grenzen neu zu ziehen. Wir können keine de-jure oder de-facto Legitimierung der besetzten Gebiete zulassen. Diese Prinzipien sind sehr wichtig“.
Er wies auch darauf hin, dass alle verfügbaren Hebel in den Verhandlungen genutzt werden sollten, um einen gerechten Frieden in der Ukraine zu erreichen. Zu diesen Hebeln zählte er eingefrorene russische Vermögenswerte, die mögliche Mitgliedschaft der Ukraine in der EU und die Schaffung eines speziellen Tribunals für Russland.
Seiner Meinung nach ist das Verständnis der modernen Spielregeln eine komplexe Aufgabe:
„Die Regeln der modernen Welt sind sehr schwer zu verstehen – sie sind ziemlich grob und direkt. Entweder haben Sie Hebel und Mittel, die Sie auf den Tisch legen können, um zu drohen, etwas zu geben oder nicht, oder Sie haben sie nicht. Aber dann beschweren Sie sich nicht, dass Sie nicht an diesem Tisch sitzen“.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, warnte ebenfalls vor jeglicher „einseitigen Teilung eines souveränen europäische Staates“ und betonte, dass Grenzen nicht durch Gewalt geändert werden dürfen, da dies zu neuen Konflikten in der Zukunft führen könnte.
Darüber hinaus bestätigte die stellvertretende Leiterin des Präsidialamts, Iryna Mudra, dass die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine sowie die Verantwortung Russlands für Aggressionen nicht auf die Verhandlungstische gesetzt werden dürfen. Frieden, so sagte sie, muss gerecht sein.
Die Position Litauens und anderer europäischer Länder zeigt ein zunehmendes Besorgnis über mögliche Änderungen der territorialen Grenzen, die die Sicherheit in der Region bedrohen könnten. Die Diskussionen über diese Themen bleiben relevant, da die Folgen für die internationale Stabilität ernst sein könnten. Es ist wichtig, dass alle Parteien die Prinzipien des internationalen Rechts respektieren und die Souveränität der Staaten achten.
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