Ukrainisches Drohnen-Know-how gefragt: So reagierte Kiew auf britische Anfrage.
Drohnenabwehr aus Kiew: Wie die Ukraine ihre Partner unterstützen kann
Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine ist bereit, ihre umfangreichen Erfahrungen im Abfangen iranischer Kampfdrohnen mit internationalen Partnern zu teilen. Eine direkte Beteiligung an Militärmissionen im Nahen Osten schließt sie jedoch aus. Dies bekräftigte Wadym Skibyzkyj, stellvertretender Leiter des ukrainischen Militärnachrichtendienstes (HUR).
'Unsere Expertise erlaubt es uns zu erkennen, aus welcher Richtung, wann und auf welcher Route die sogenannten ‚Shahed‘-Drohnen anfliegen.' Wadym Skibyzkyj
Die Bereitschaft zur Weitergabe von Wissen folgt auf eine entsprechende Anfrage des britischen Premierministers Keir Starmer. Skibyzkyj präzisierte, dass die Ukraine zwar keine praktische Teilnahme an Auslandseinsätzen plane, aber sehr wohl ihre gesammelten Erkenntnisse anbieten könne. Die Bedrohung durch iranische Drohnen sei ein internationales Problem. 'Wir sagen nicht, dass wir uns praktisch beteiligen werden. Aber wir bieten gemeinsame Erfahrungen an', so der Geheimdienstoffizier.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte zudem, dass mehrere Staaten des Nahen Ostens nach den jüngsten iranischen Drohnenangriffen um fachkundige Unterstützung aus Kiew gebeten hätten. Das ukrainische Wissen stellt damit einen wertvollen strategischen Ressourcen für Nationen dar, die mit ähnlichen Bedrohungen konfrontiert sind.
Die Konsultationen unterstreichen die wachsende Bedeutung internationaler Sicherheitskooperationen. Angesichts der anhaltenden Kriegshandlungen im eigenen Land bleibt die ukrainische Priorität jedoch klar: Die eigenen Verteidigungsanstrengungen haben absoluten Vorrang. Die Weitergabe von Erfahrungswissen ist somit ein Akt der Solidarität, der die eigene Kampffähigkeit nicht beeinträchtigt.
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