IAEA entsendet Mission zur Tschernobyl-Atomkraftwerk: Schadensbewertung des Sarkophags.
Nach Angaben von ТСН: Die Stromproduktion in den Atomkraftwerken Chmelnyzkyj, Riwne und Südukraine hat sich in dieser Woche nahezu wieder normalisiert.
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Mariano Grossi, wies darauf hin, dass fast alle Reaktoren mit voller Leistung arbeiten, mit Ausnahme eines Reaktors, der derzeit eingeschränkt betrieben wird. Alle beschädigten Hochspannungsleitungen wurden schnell wiederhergestellt.
IAEA-Mission
Grossi berichtete auch, dass die IAEA eine spezielle Mission plant, um mehrere wichtige Unterstationen zu überprüfen. Ziel dieser Mission ist es, das Ausmaß der Schäden nach den jüngsten russischen Angriffen zu bewerten und potenzielle Risiken für den stabilen Betrieb der ukrainischen AKWs zu identifizieren.
Gleichzeitig erfüllt die Agentur eine Anfrage der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde und entsendet eine zusätzliche Gruppe von Experten ins Tschernobyl-Atomkraftwerk zur detaillierten Überprüfung des Zustands des Neuen Sicheren Einschlusses (NSI), der durch den Angriff einer russischen Drohne im Februar 2025 beschädigt wurde.
„Ziel der Mission ist es, den tatsächlichen technischen Zustand und die Betriebsfähigkeit des NSI nach dem Terroranschlag vom 14. Februar 2025 zu bewerten“, betonte Grossi.
Er erinnerte auch daran, dass der 2016 gebaute NSI eine wichtige Schutzfunktion erfüllt, indem er das Obekt „Sarkophag“ abdeckt, das die Trümmer des vierten Reaktors des Tschernobyl-Kraftwerks, der 1986 zerstört wurde, enthält. Obwohl der Angriff im Februar zu keinem radioaktiven Austritt führte, erlitt der Einschluss erhebliche strukturelle Schäden, die seine Festigkeit und Lebensdauer beeinträchtigten.
Im Rahmen der Mission werden die IAEA-Experten beauftragt, die ergriffenen Maßnahmen zur Risikominimierung zu bewerten und mit der ukrainischen Seite weitere Schritte zur Wiederherstellung der Funktionalität des Gebäudes und zur Verhinderung potenzieller Bedrohungen für die nukleare Sicherheit zu diskutieren.
Frühere Informationen besagten, dass Russland absichtlich die Unterstation attackiert hat, die Strom für die Chmelnyzkyj- und Riwne-Atomkraftwerke liefert, was auch von Vertretern der IAEA bestätigt wurde.
Zusätzlich wurde erwähnt, dass russische Geheimdienste Informationen über ukrainische Energieanlagen durch IAEA-Inspektionen erhalten haben könnten.
Die jüngsten Ereignisse unterstreichen die Bedeutung internationaler Kontrolle und Bewertung des Zustands von Kernanlagen in der Ukraine. IAEA-Missionen könnten entscheidend sein, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten, insbesondere im Hinblick auf Bedrohungen durch russische Aggression. Die Wiederherstellung normaler Betriebsindikatoren der Atomkraftwerke ist ein wichtiger Schritt zur energetischen Unabhängigkeit des Landes.
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